Cholula und Tlaxcala Mexiko Exkursion: Cholula und Tlaxcala, 28.2.1997

Wir (das sind Anke, Karen, Birgit, Frank, Petra, Daniela, Steffen, ich - habe ich wen vergessen ?) stehen früh um 5.20 Uhr auf und kommen kurz vor Sonnenaufgang auf der Pyramide an. Der Weg hinauf ist steil, aber nicht übermäßig lang. Und oben versperrt ein Tor den Weg. Noch ist es geschlossen, und wir klettern hinüber.

Blick von der Pyramide Richtung Puebla

Es graut der Morgen, die Sonne schiebt sich langsam hinter dem Horizont hervor. In den Wolken verstecken sich Raumschiffe. Und noch brennen die Lichter in der Stadt. Es ist etwa 20 Minuten vor 7 Uhr.

Noch immer ist die Sonne nicht wirklich da, und einige lehnen sich an die Kirche und suchen Schutz vor der Kälte. Es ist wirklich recht kalt. Deutlich kann man das sehen an der Haltung, den Jacken und den Schals.

Petra, Frank, Daniela und Birgit auf der Pyramide

Sonnenaufgang, Blick nach Osten

Blick in Richtung der aufgehenden Sonne.

Über Cholula liegt noch der Morgennebel, da beleuchtet die Sonne die Vulkane auf der anderen Seite der Pyramide. In zartrosa Licht scheinen die Berge magisch zu sein.

Popocatepépetl im Morgenlicht
Popocatépetl

Ixtaccihuatl im Morgenlicht
Iztaccihuatl

Popocatépetl und Ixtaccíhuatl im Morgenlicht
Beide Vulkane

die Malinche

<- Noch einmal ein Blick in Richtung Malinche. Auch sie erscheint bei diesem Licht märchenhaft.

Auch Cholula wird von der Sonne angestrahlt und gewinnt märchenhafte Atmosphäre. Später wird der Nebel verschwinden, und die märchenhafte Stimmung auch. Wir machen uns wieder auf den Weg die Pyramide hinunter und freuen uns auf ein warmes Frühstück ...

Cholula im Morgenlicht

Die Pyramide von Cholula

Ein letzter Blick zurück für diesem Morgen ...

Die Pyramide hat eine Grundfläche, die größer ist als die der Pyramide von Gizeh. Alle 52 Jahre wurde sie neu ummantelt. Ihre Ursprünge liegen in der Zeit vor den Azteken.


und wir sind unterwegs zum Hotel und den Portales...



Und hier kann man uns sehen, wie wir hungrig darauf warten, daß die Läden oder unser Hotel aufmachen, damit wir ins Warme kommen und etwas Essen können. Es ist 7.30 Uhr. Schon eine halbe Stunde später sitzen wir im Comedor unseres Hotels und freuen uns über unser Frühstück. Ich habe mir Huevos Rancheros bestellt. Eigentlich wollten wir ja um 8.30 Uhr abfahren. Aber um 9.00 Uhr sind wir noch nicht unterwegs.
Der Zocalo liegt in 2100 m Höhe und bei 19,06311°N und 98,30707°W.

Die Portales und hungrige Studenten



Wieder auf der Pyramide ...Um 10.00 Uhr sind wir wieder auf der Pyramide. Jetzt sind wir alle da. Auf der Pyramide, die die größte in Mexico ist, steht das Santuario de los Remedios, eine kleine Kirche. Auf der Pyramide und an ihrem Fuß erfahren wir etwas über ihre Baumeister.
Die Pyramide von Cholula ist eine der größten Pyramiden der Welt. Sie erreicht eine Höhe von etwa 54m bei einer Grundfläche von 20 ha. Sie besteht aus sieben übereinander gebauten Schichten. Das Innere der Pyramide ist z.T. aus Kalkgestein, z.T. aus Adobeziegeln aufgebaut. Die unterste Schicht stammt wahrscheinlich aus der Zeit der Kultur von Teotihuacán, etwa 400-600 n. Chr. Die Spanier setzte eine Kirche auf den Pyramidenberg, das Wahrzeichen des Tales von Puebla. (aus Gierloff-Emden, S. 140)

Wallfahrtskirche von TonanzintlaUm 11.15 Uhr sind wir unterwegs zu einer Kirche, der Kirche von Tonantzintla. Wir kommen dort um 11.30 Uhr an, und können zunächst nicht hineingehen, weil dort noch eine Messe gelesen wird. Also schauen wir uns das Bauwerk erst einmal von außen an. Als die Messe vorbei ist, gehen auch wir hinein. Das Innere ist überladen mit buntbemalten Figuren, die nicht alle nur christlichen Ursprungs sind. Die Kirche wird stark von der indianischen Bevölkerung frequentiert.


Nach unserem Aufenthalt in der Kirche geht es weiter in Richtung Tlaxcala. Ob wohl nicht genug gebetet worden ist? - jedenfalls platzt uns um 13.38 Uhr ein Reifen. Es ist der innere Reifen von hinten rechts. Langsam fahren wir weiter, bis sich die Gelegenheit bietet, den Reifen reparieren zu lassen.

Reifenpanne, Aurelio

Reifenpanne, unser Bus

Reifenreparaturwerkstätten sind häufig in der Nähe von Bremshügeln zu finden. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht? Die Reparatur des Reifens dauert etwa 80 Minuten. Um 15 Uhr fahren wir weiter.


15 Minuten später, um 15.15 Uhr kommen wir in Tlaxcala an. Von dort aus geht es zu Fuß weiter zur Ausgrabungsstätte, bei der wir um 16.10 Uhr ankommen. Bei Tlaxcala befindet sich eine olmekische Anlage die wohl aus der Zeit um 750 n.Chr. stammt. Die Anlage nennt sich Cacaxtla.

Nicht überdachte Pyramide bei Tlaxcala

Überdachter Bereich der Ausgrabungsstätte

Kleines Wandgemälde

Blick auf zugehörige, aber weiter entfernte Pyramide

Größeres Wandgemälde

Blick über die Ausgrabungsstätte

Größeres Wandgemälde 2


Infos zu Tlaxcala (aus Gierloff-Emden): Am 15.Sept. 1519 nahm Cortés nach schweren Kämpfen Tlaxcala ein, wobei er einem Heer von 30.000 Indianern widerstand. Er gewann Tonotaken und Tlaxcalteken als Bundesgenossen. Tlaxcala war einer der Orte, an denen die Franziskaner ihre Arbeit 1524 begannen. Sie lehrten dort ihre Religion und Handwerke.
Nachdem wir wieder in Cholula sind, gehen noch einmal fast alle in die Bar von gestern etwas Essen. Dieses mal nehme ich auch einen Hamburger mit Coke. Frank Müllen, Anke Weißbach und Petra Fuchs bestellen sich zum Abschluß noch jeder ein Yarga. Das ist ein ZIEMLICH GROSSES Bier.

Yarga mit Anke und Petra

noch einmal Yarga

Um kurz vor 22.00 Uhr sind wir wieder im Hotel.

zum nächsten Tag (1.3.1997) von Cholula nach Perote



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Januar 2002
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