Um 7.20 Uhr ist es Zeit zum Aufstehen. Um 8.00 Uhr soll es Frühstück geben. Leider klappt das nicht so, wie es gedacht war. Erst um 9.30 Uhr sind wir im Bus.
Gegen 10.00 Uhr kommen wir in Puebla an. Es gibt dort ein Volkswagenwerk . In der Stadt laufen wir eine Stunde umher und sehen uns um. Wir bebriefmarken Karten, und werfen sie ein, gehen in die Kathedrale und zu MacDonalds aufs Klo. Auf dem Zocalo warten wir, bis der Bus wieder da ist, der dort nicht warten konnte.
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Gen Osten verlassen wir die 700.000 Einwohner im Kernbereich zählende Stadt. Es wird stetig trostloser auf der Strecke. In den bevorzugten Lagen befinden sich Haciendas. Ackerbau wird unmöglich, weil künstliche Bewässerung unmöglich ist. Zahlreiche, bis zu 20m tiefe Barrancos ziehen sich von der Malinche aus durch die lockeren Tuffe.

Auf
der Karte ist die Lage von Cholula, Puebla, der Malinche, El Seco,
Oriental und Perote zu finden. Außerdem markiert sind der Pico
de Orizaba und der Cofre de Perote.
Um 11.55 Uhr machen wir einen kurzen Stop. Auf den
Hangschuttsedimenten der Malinche (Tuffe) stehen wir und betrachten
einen Schlackenkegel mit Steinschlagrinnen und einer Schmelzzunge in
Vordergrund. Es handelt sich um den Ceborruco. Der Schmelzzunge ist
etwa 15.000 Jahre alt. Der Standort hier ist eine Paßregion
zwischen dem Becken von Puebla und dem Becken von Oriental und liegt
in 2200 m Höhe. Im vulkanischen, feinkristallinen Gestein sind
viele Feldspäte (Einsprenglinge) vorhanden, jedoch nicht mit
Zwillingsbildung. Es handelt sich um Plagioklase außerdem
finden sich Glimmer (Biotit) und Quarz (sehr klein). Daher wird das
Gestein bestimmt als grobkristalliner Andesit.
Da Vegetation
vorhanden ist, muß auch Wasser vorhanden sein, wenngleich auch
z.T. nur als Tau. Die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch.
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Um
12.30 Uhr kommen wir in der Nähe der Malinche an. Blick zum Berg
in Richtung Osten. An geomorphologischen Formen lassen sich
vulkanische, glaziale, periglazial und fluviatile Erscheinungen
erkennen. Es gab hier Plateauver-gletscherungen, die Gletscher lagen
in den Talformen zwischen den Lavazungen. Durch tägliche
(mittägliche) Abschmelzungen und bei erhöhtem Schneefall
(Zenitalregen) bildeten sich Schwemmfächer. Rezent greifen
Winderosion und Wassererosion in der Zenitalregenzeit. Die Erosion
findet in den Fußflächen statt, es bilden sich
Sammellinien, die sich bei Reliefunterschieden zum Vorfluter zu
Barrancos entwickeln. Akkumulation findet in den Beckenlandschaften
bei 2300 m Höhe statt. Die Malinche ist Teil des östlichen
Randes der Neovolcanico, etwa 80 km vom Pico de Orizaba entfernt. Es
finden sich hier überschobene Kalkfalten aus Jura und Kreise
(Basin and Range Morphologie), die in N-S-Richtung streichen.
Außerdem treten Tuffe, Schmelzen (Andesite und Rhyolite) und
Ignimbrite auf. Die Waldgrenze liegt bei 4000 m, darüber finden
sich Fjellfluren. Die hier wachsenden Gummibäume sind aus dem
Golf importiert.
Auf der Karte ist die Malinche zu sehen.
Zusätzlich eingetragen ist der ungefähre Standort, von dem
aus wir uns diesen Vulkan angesehen haben. Die Bezeichnungen MI bis
MIV stehen für Vergletscherungen. MI: max. Alter von 39.000
Jahren und min. Alter von 26.000 Jahren, MIIAlter ca. 12.100 Jahre,
MIII Alter 9-10.000 Jahre und MIV Alter schwer zu bestimmen.
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Um 13.40 Uhr halten wir im Becken von Oriental. Hier haben
wir, ebenso wie im ehemaligen Texcoco-See, Seesedimente. Es wir
extensive Weidewirtschaft betrieben und an exponierten Stellen
stapelt sich der Abfall. Rings um die Seenfläche, die im Juni,
Juli mit Wasser gefüllt ist, stehen Kalke an. Es herrscht
deutlich erkennbar Winderosion. Natrium- und Calciumcarbionate färben
die Fläche. Der pH-Wert liegt bei 8. Man kann den Cerro
Derumbadas sehen, zu dem wir nachher fahren. Es handelt sich dabei um
einen Dom, eine Intrusion.
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Um 14.30 Uhr machen wir für 30 Minuten Pause in San Salvador el Seco. Wir decken uns an einer Tankstelle mit Kuchen, Keksen und Chips ein. |
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Um 15.30 Uhr kommen wir an dem Dom, dem Cerro Derumbadas, an.
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Auf dem Weg zu Fuß an den Fuß des
Doms kommen wir an einigen Bekannten vorbei - Yuccas und Thujas
wachsen wild, ebenso Opuntien. Ob es auch Schlangen und Skorpione
gibt ?!? |
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Am Wegesrand, eigentlich handelt es sich dabei um den Beginn eines Barrancos, findet sich ein Aufschluß der Fläche am Fuß der Doms. Es handelt sich hier um Hangschutt und äolisches Material. Es ist somit ein Hangschuttsediment. Wir laufen den Barranco weiter hoch. |
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Am Fuße des Cerro angekommen, beginnen wir, zu rätseln, um was für eine Art Gestein es sich hier handelt. Wir einigen uns auf einen Phonolithen mit Xenoliten, denn das vulkanische Gestein enthält Glimmer, Zeolithe (Feldspatvertreter) und Hornblende Der Phonolith ist SiO2 untersättigt. Und er klingt ganz gut ;-). |
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Wir machen noch einen Stop, nicht weit vom Dom entfernt. Dort
können wir Obsidiane finden, die ein Beweis für saure
Schmelzen sind. Wenn sich die Schmelze langsamer abkühlt,
entsteht daraus Bims. Gegen 17.00 Uhr überqueren wir einen Paß.
Die Luftfeuchtigkeit muß dort entschieden höher sein, denn
an den Kiefern am Wegesrand hängen Tillandsien (graue, wenn ich
das richtig gesehen habe, vielleicht sogar Spanisches Moos).
Auf der anderen Seite des Passes, kurz vor Satiua da Fragua ist wieder ein Stop angesagt. Unter einem fadenscheinigen Vorwand werden wir einen Berg hinaufgejagt - und oben erwartet uns eine wunderschöne Überraschung - ein Maar. Von dem Rand des Kraters hat man einen schönen Blick auf Kalkrippen und Schlackenkegel, Kiefern mit Tillandsien, den Pico de Orizaba und hinunter ins Maar.
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Hier kommt ein Exkurs über Tillandsien
!!!
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Auf der Weiterfahrt kommen wir um 18.08 Uhr an der Laguns di Alcicica vorbei. Auch dieses Gewässer ist ein Maar. Durch Kalkeintrag aus der Luft und Algentätigkeit haben sich Travertine gebildet. |
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Noch
einmal 20 Minuten später kommt der Cofre de Perote in
Sichtweite, der Berg, auf den wir morgen hinauf fahren wollen. Gegen
19.00 Uhr kommen wir in Perote an. Unser Hotel dort ist das Valle de
Perote. Das Wasser in den Duschen ist heiß, die Zimmer ganz
schön. Das Abendessen war dafür ziemlich mies. Jedenfalls
für die meisten der anderen. Mein Sandwich mit Pollo war gar
nicht so übel. Aber es hat lange gedauert, bis das Essen kam,
dann ist das Bier ausgegangen, schließlich waren erst das
erste, dann auch das zweite Hauptgericht und das Huhn nicht mehr
bestellbar. Zur gleichen Zeit war in dem Hotel auch noch eine
Hochzeit, so daß wir 30 Leute nur einen Kellner hatten. Einige
von uns tanzen auf der Hochzeit mit und einige von denen kommen erst
um halb 3 in die Federn. Es ist auch etwas laut, und nicht ganz
einfach zu schlafen. Außerdem ist es mal wieder SAUKALT.
Die beiden Bilder von unserem Zimmer sind um etwa 21.50 Uhr aufgenommen. Da kann man sehen, wie gut es ist, Kordel dabei zu haben.
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Januar 2002
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