Atlantikküste Mexiko Exkursion - Atlantikküstentag und Casa Cortes (4.3.97)

Gegen 7.00 Uhr ist es Zeit aufzuwachen. Einige gehen eine Runde im Atlantik schwimmen, andere bevorzugen den Pool. Um 8.30 Uhr laufen Frank und Steffen auch schon draußen rum. Es gibt Vögel hier. Sie sind schwarz und haben etwas elsternmäßiges im Blick. Auch ein paar Papageien sind da. Auf dem Boden vor den Zimmern haben Ameisen einen toten Käfer entdeckt.

Um 9.00 Uhr gibt es Frühstück, das gute Desayuno Veracruzano, mit Toast und Marmelade, Saft, Kaffee und mit Ei gefüllten Tortillas in Bohnensauce. Um 10.15 Uhr sitzen wir bereits im Bus und warten auf die Abfahrt. Es wird in Richtung Norden gehen, bis Laguna Verde, wo es ein Atomkraftwerk gibt. Dazwischen wird Küstenmorphologie betrieben.

Unterwegs kommen wir an Zuckerrohrfeldern vorbei. Zur Ernte des Rohrs wird zunächst einmal das Feld angezündet. Somit werden Schlangen und ähnliches Getier vertrieben und das trockene Material vernichtet. Dann wird das Rohr mit Macheten geschlagen. Neue Felder werden mit der Hand bepflanzt.

Olmeken haben in der Gegend Pyramiden hinterlassen, die z.T. noch nicht ausgegraben worden sind.

Strandwall mit Festgestein, Boca AndreaUm 11.00 Uhr halten wir für eine Stunde am Strand. Es ist die „Boca Andrea“. Zunächst geht es geographisch zu: Auf unserer Fahrtstrecke trifft die Meseta Neovolcanica auf die Küste. Es gibt hier ebenso grobkristalline Andesite wie feinkristallinen Basalt. An der Küste wechseln sich Lavaströme (Festgestein) mit Strandflächen ab. Durch schräg auftreffende Wellen bilden sich Buchten aus. Es gab einen Meeresspiegelhochstand, in die Buchten wurde hineinsedimentiert, es entstand eine Ausgleichsküste und 20-30 m hohe Küstendünen. Der Strandwall besteht hier aus groben Schottern. Am Strand kann man Peracidite finden, sie enthalten bis 95% SiO2.

Studies und H. W. am Strandwall
Studies und H. W. am Strandwall.

Ralf und Felsen an der Grenze der Hochwasserstände
Ralf auf einem Vulkanfelsen an der Grenze der Hochwasserstände

Andrea am Strand (by Gundula)
Andrea (ich) am Strand


Zur Vegetation: Wir befinden uns im Bereich der Tierra caliente . In den Senken stehen immergrüne Wälder, an den Hängen sommergrüne Trocken- und Feuchtwälder.

Die dunklen Strände (aus Vulkaniten) und das schwebstoffreiche W asser führen dazu, daß der internationale Tourismus die Gegend meidet. Tourismus heißt hier nationaler Tourismus.

Gegen 12.00 Uhr wird weitergefahren. Auf der Fahrt gibt es einiges zu sehen.

Rinder an der Atlanikküste
Rinder an der Atlantikküste

gelbblühender Baum auf Rinderweide
gelbblühender Baum

Berg am Wegesrand
Sind es Schichten, oder Basaltsäulen?

Zuckerrohrfeld erntereif
erntereifes Zuckerrohrfeld

frisch gepflanztes Zuckerrohrfeld
neu gepflanztes Zuckerrohrfeld

Anke und die Bananenblüte

Fluß
ein Fluß unterwegs

Anke und die Banane rechts oben, die fürs Objektiv begehrte Blüte rechts.

Bananenblüte


Fünf Minuten nach 13.00 Uhr kommen wir in La Antigua bei dem Haus von Cortes, der Casa Cortes an. Dies ist der Punkt, von dem aus Cortes Amerika eroberte. Das Haus ist recht zerfallen und von Feigenbäumen bewohnt. Diese stützen zum einen die Wände, zum anderen tragen sie sie auch ab.
Der Boden des Hauses besteht aus Flußsteinen, die Wände wurden aus verschiedenen Materialien gebaut: aus gebrochenem Vulkangestein, Korallen (z.B. Gehirnkorallen) und Ziegeln, die als Ballast auf den Schiffen mitgebracht worden waren. Die Wände sind blau und rot bemalt. Die blaue Farbe stammt aus Pflanzen, das Rot aus kakteenbewohnenden Läusen. Die Farben wurden mit Eiweiß, Tintenfisch, Kalk und Wasser gemischt und aufgetragen.

Schild vor der Casa Cortes
Schild vor der Casa Cortes

Casa Cortes von aussen

Feigenbäume umwuchern das Haus

Innere des Hauses, Andrea

Gehirnkoralle und anderes Material der Wände

blaue Wand (Küche?)



Zurück im Hotel Chachalacas gehen wir zusammen Essen. Die Cabana Juanita liegt am Ende der Strandbebauung direkt am Meer. Mir hatte der Arroz con Platanos so gut geschmeckt, daß ich ihn wieder genommen habe. Regina war mutiger, und hat sich am Fisch versucht ;-).

Cabana Juanita, beim Abendessen

Regina und der Fisch


Später waren einige von uns noch am Strand und haben sich über alles möglich, z.B. über Star Trek und Science Fiction im allgemeinen unterhalten.

Veracruz und bis Tuxtepec zum nächsten Tag 5.3.1997



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Januar 2002
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