Gegen 7.00 Uhr ist es Zeit aufzuwachen. Einige gehen eine Runde im Atlantik schwimmen, andere bevorzugen den Pool. Um 8.30 Uhr laufen Frank und Steffen auch schon draußen rum. Es gibt Vögel hier. Sie sind schwarz und haben etwas elsternmäßiges im Blick. Auch ein paar Papageien sind da. Auf dem Boden vor den Zimmern haben Ameisen einen toten Käfer entdeckt.
Um 9.00 Uhr gibt es Frühstück, das gute Desayuno Veracruzano, mit Toast und Marmelade, Saft, Kaffee und mit Ei gefüllten Tortillas in Bohnensauce. Um 10.15 Uhr sitzen wir bereits im Bus und warten auf die Abfahrt. Es wird in Richtung Norden gehen, bis Laguna Verde, wo es ein Atomkraftwerk gibt. Dazwischen wird Küstenmorphologie betrieben.
Unterwegs kommen wir an Zuckerrohrfeldern vorbei. Zur Ernte des Rohrs wird zunächst einmal das Feld angezündet. Somit werden Schlangen und ähnliches Getier vertrieben und das trockene Material vernichtet. Dann wird das Rohr mit Macheten geschlagen. Neue Felder werden mit der Hand bepflanzt.
Olmeken haben in der Gegend Pyramiden hinterlassen, die z.T. noch nicht ausgegraben worden sind.
Um
11.00 Uhr halten wir für eine Stunde am Strand. Es ist die Boca
Andrea. Zunächst geht es geographisch zu: Auf unserer
Fahrtstrecke trifft die Meseta Neovolcanica auf die Küste. Es
gibt hier ebenso grobkristalline Andesite wie feinkristallinen
Basalt. An der Küste wechseln sich Lavaströme (Festgestein)
mit Strandflächen ab. Durch schräg auftreffende Wellen
bilden sich Buchten aus. Es gab einen Meeresspiegelhochstand, in die
Buchten wurde hineinsedimentiert, es entstand eine Ausgleichsküste
und 20-30 m hohe Küstendünen. Der Strandwall besteht hier
aus groben Schottern. Am Strand kann man Peracidite finden, sie
enthalten bis 95% SiO2.
|
|
|
|
Zur Vegetation: Wir befinden
uns im Bereich der Tierra
caliente . In den Senken
stehen immergrüne Wälder, an den Hängen sommergrüne
Trocken- und Feuchtwälder.
Die dunklen Strände (aus Vulkaniten) und das schwebstoffreiche W asser führen dazu, daß der internationale Tourismus die Gegend meidet. Tourismus heißt hier nationaler Tourismus.
Gegen 12.00 Uhr wird weitergefahren. Auf der Fahrt gibt es einiges zu sehen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Anke und die Banane rechts oben, die fürs Objektiv begehrte Blüte rechts. |
|
Fünf Minuten nach 13.00 Uhr
kommen wir in La Antigua bei dem Haus von Cortes, der Casa Cortes an.
Dies ist der Punkt, von dem aus Cortes Amerika eroberte. Das Haus ist
recht zerfallen und von Feigenbäumen bewohnt. Diese stützen
zum einen die Wände, zum anderen tragen sie sie auch ab.
Der
Boden des Hauses besteht aus Flußsteinen, die Wände wurden
aus verschiedenen Materialien gebaut: aus gebrochenem Vulkangestein,
Korallen (z.B. Gehirnkorallen) und Ziegeln, die als Ballast auf den
Schiffen mitgebracht worden waren. Die Wände sind blau und rot
bemalt. Die blaue Farbe stammt aus Pflanzen, das Rot aus
kakteenbewohnenden Läusen. Die Farben wurden mit Eiweiß,
Tintenfisch, Kalk und Wasser gemischt und aufgetragen.
|
|
|
|
|
|
|
|
Zurück im Hotel Chachalacas gehen wir zusammen Essen. Die Cabana Juanita liegt am Ende der Strandbebauung direkt am Meer. Mir hatte der Arroz con Platanos so gut geschmeckt, daß ich ihn wieder genommen habe. Regina war mutiger, und hat sich am Fisch versucht ;-).
|
|
|
Später waren einige von uns noch am Strand und haben sich
über alles möglich, z.B. über Star Trek und Science
Fiction im allgemeinen unterhalten.
Inhalt und Design by Andrea
Januar 2002
Diese Seite ist Teil eines Framesets -
www.amleto.de -