Monte Alban Mexiko Exkursion - Oaxaca, Monte Alban und die Fahrt zum Pazifik 7.3.1997

Zocalo OaxacaAus unserem Zimmer können wir den Zocalo sehen. Dort findet gerade eine Zeremonie statt. Um 8.00 Uhr treffen wir uns zum Desayuno im Hotel. Und gegen 9.00 Uhr sind wir im Bus.
Etwa 1 Stunde später treffen wir am Monte Alban ein.

Karte Oaxaca zum PazifikDer heutige Staat Oaxaca, der im südlichen Mexiko - zwischen den Staaten Guerrero und Chiapas - gelegen ist, wurde in präkolumbianischer Zeit insbesondere von 2 Stämmen baulich geprägt. Mit Monte Albán und Mitla zeigen sich uns zwei imposante präkolumbianische Siedlungsstätten der Zapotheken und der Mixteken. Obwohl in der Literatur oftmals von einer zapotekic´sch-mixtekischen Kultur gesprochen wird, zeigt sich an den Beispielen Mitla und Monte Albán, daß diese beiden Kulturen sinnvollerweise getrennt zu betrachten sind.

Die Bergfeste Monte Albán liegt neun Kilometer außerhalb von Oaxaca-Stadt und vierhundert Meter über dem Tal von Oaxaca und diente den Zapoteken als Hauptstadt Da sich die langwierige Siedlungs- und Baugeschichte Monte Albáns als sehr kompliziert und vielschichtig erweist ist es sinnvoll, eine Phasengliederung vorzunehmen. So unterscheidet zum Beispiel der mexikanische Archäologe Alfonso Caso - unter dessen Leitung die ersten systematischen Ausgrabungen auf dem Monte Albán (1932) begannen - fünf Phasen.

Monte Albán I (ca. 80Q-300 v. Ohr.)


erste Besiedlung des Oaxaca-Tales
vermutlich durch Olmeken
Abtragung der Bergkuppe
Errichtung eines Platzes (200 x 300 m)
mehrere Gebäude aus dieser Phase sind noch erhalten (vgl. z.B. Gebäude der Tänzer)

Monte Albán II (300 v. Chr.-0)


Ansiedlung neuer Siedler
Terrassierung von Berg und Umgebung
Einflüsse der Olmeken-Kultur

Monte Albán III (0-900 n.Chr.)


Hochphase der Stadt
Ausdehnung des bewohnten Gebietes Aufschlag 6 km2
ca. 25.000 Einwohner
Zapoteken
Platz nimmt seine heutige Gestalt an (vgl. Stufenpyramiden, Paläste, Tempel. Freitreppen, monolithische Stelen mit figürlichen Reliefs und Inschriften, Krieger- und Götterdarstellungen)

Monte Alban IV (900-1250)


Anlage von Grabstätten
Zapoteken verlassen die Staat (Gründe bis heute nicht geklärt)

Monte Albán V (1250-1521)


Mixteken aus Puebla und Cholula wandern ein
Anlage neuer Gräber
Monte Albän wird zum Bestattungspldtz
1521: Eroberung des Tales durch die Spanier



Ähnlich wie in Mitla, erfolgte demnach auch in Monte Albán eine Übernahme durch die Mixteken, nachdem die Zapoteken im 12. und 13. Jahrhundert an Macht verloren hatten. Auch in Monte Albán erfolgte ein Ausbau durch die Mixteken. Sie errichteten Tempel über den Gräbern und erweiterten den ganzen Komplex, so daß nach den inzwischen stattgefundenen Ausgrabungen mehrere Schichten von Bauten übereinander gefunden wurden. Auch in Monte Albán zeigt sich ähnlich wie in Mitla das hohe künstlerische und architektonische Niveau dieser beiden Kulturen. An dieser Stelle soll lediglich auf einen der zahlreichen Funde verwiesen werden.
1932 entdeckte Alfonso Caso Grab Nummer 7. Auf unermeßliche Schätze an Geld und Edelsteinen, Jade und Perlen, die als Grabbeigaben gefunden wurden, und die im ,,Museo Regional de Oaxaca" in Oaxaca-Stadt besichtigt werden können. sollen die Worte Senor Casos einstimmen: „Wir entfernten einen der Steine. die ein Tor bilden, und durch eine enge Öffnung sahen wir im Licht einer elektrischen Lampe einen menschlichen Schädel und daneben zwei Gefäße, von denen eins aus außerordentilch blankpoliertem schwarzem Lehm zu sein schien. Es war ein Gefäß aus Kristall, das nur deshalb schwarz erschien, weil es voller Schmutz war. Mein Assistent und ich drangen unter großen Schwierigkeiten in das Grab ein, und im Licht unserer elektrischen Laterne konnten wir die herrlichen Juwelen sehen, die es enthielt In der Mitte der zweiten Kammer fanden wir ein weißes durchsichtiges Gefäß aus einer Art Marmor oder „tecali“. Auf der Schwelle zwischen den beiden Kammern mitten ein einem Haufen von Knochen waren leuchtende Gegenstände aus Gold. Über die Armknochen einer der Leichname waren zehn Armbänder gestreift (...),,, (Helfritz 1960, S.21 9f.) Heute weiß man, das das Grab Nummer 7 und dessen Inhalt vollständig mixtekischen Ursprungs ist, doch war auch dieses über einem zapotekischen Grab erbaut.

Am Eingang zu der Anlage befindet sich ein Übersichtsplan. In der folgenden Tabelle sind dieser, sowie ein gezeichneter Plan zusammengebracht worden.



Monte Albán Übersicht Photo

Monte Albán LageplanPlan von Monte Albán, Oaxaca,aus Apa Guides Mexico (1985), S.361 (bearbeitet)



Auf dem nebenstehende Bild ist der Grabhügel A, ungefähr von Osten betrachtet, zu sehen.
Vor der Pyramide eine blaublühende Jacaranda.
Von hier betritt man die Anlage des Monte Albán.

Grabhügel A

Ballspielplatz

Hier nun ist der Ballspielplatz. Blick in Richtung Süden.

Vom Ballspielplatz in Richtung Zentrum gehend erblickt man die Zentralen Gebäudekomplexe. Im Hintergrund links die Südplattform, rechts der Danzantesbau bzw. das nördlich davon gelegene Gebäude.

Zentraler Gebäudekomplex

Westlicher Teil von der Südplattform betrachtet

Von der Südplattform hat man einen Blick auf den Grabhügel J (Observatorium?) (rechts im Bild), und die westlich gelegenen Gebäude (der Danzantesbau - Gruppe der Tänzer - links und in Hintergrund die Pyramide, die keinen Namen hat (zumindest auf den Karten)

Hier nun sind die zentralen Gebäudekomplexe und im Vordergrund das „Observatorium“ zu sehen. Standort auch hier wieder die Südplattform. Im Hintergrund liegt der Komplex der nördlichen Plattform, rechts kann man außerdem den Grabhügel A und den Ballspielplatz erahnen.

Zentrale Gebäude von der Südplattform

Östliche Gebäudekomplexe von der Südplattform

Ein Blick weiter nach Osten. Hier ist rechts der Palast zusehen, eingerahmt von den Grabhügeln O (vorne) und P (die Pyramide hinten). Hinter dem Grabhügel P liegt der Ballspielplatz und im Hintergrund wieder die Nordplattform und der Grabhügel A.

Blick nach Osten in Richtung Oaxaca von der Südplattform des Monte Albán...

Richtung Oaxaca

Blick nach Westen von der Südplattform

... und vom gleichen Standpunkt aus Blick nach Westen.

Hier nun vom Boden aus betrachtet der Gebäudekomplex M im Südwesten des Monte Albán. Im Vordergrund strebt diesem Birgit Kausch zu,

Gebäudekomplex M

Gebäudekomplex M und Südplattform

Von der Gruppe der Tänzer (Danzantesbau) Blick auf Gebäudekomplex M und die Südplattform. Blickrichtung Südosten.

Und nochmal vom gleichen Gebäude auf das Observatorium geschaut.

Observatorium (Gebäude J)

Nordwestliches Gebäude

Das Gebäude ohne Namen im Nordwesten des Monte Albán vom nördlichen Teil des zentralen Gebäudekomplexes betrachtet.

Versunkener Hof der Nordplattform der Monte Albán. Blick nach Osten.

Versunkener Hof der Nordplattform


Wegen der vielen Schmuckverkäufer am Ausgang der Anlage kommen einige zu spät zum Bus und werden verpflichtet, später ein Bier auszugeben. Gegen 12.30 fahren wir wieder ab.

BarrancoAuf dem Rückweg kommen wir an einem Barranco vorbei, der Zwecks Wasserführung bei Regen ausgebaut wird.

Um kurz vor 14.00 Uhr Photo aus dem Bus heraus: Candelabra-Kaktus.

Candelabra-Kaktus



1,2 Mrd. Jahre alter Gneis und MichaelGegen 14.20 Uhr machen wir einen Geologie-Halt. Der Monte Alban steht auf Kreidekalken. Hier sind es Gneise, die zum Oaxaca-Komplex gehören und 1,2 Mrd. Jahre alt sind.

Um 15.15 Uhr machen wir eine Pinkelpause an einer Pemex, dann geht es weiter.

Terra Rossa aus dem Bus heraus

Terra Rossa 2

Terra Rossa 3

Impressionen des Weges - Terra Rossa Böden auf Kalk gegen 16.00 Uhr (oben).



Bis wir in Puerto Angel am Pazifik ankommen, geht die Sonne so langsam unter. Die Gegend ist wirklich schön, aber ohne Licht wirkt sie etwas unheimlich auf uns. Wer weiß schon, wer hinter der nächsten Kurve lauert ....

Weg nach Puerto Angel 1

Weg nach Puerto Angel 2

Weg nach Puerto Angel 2

Weg nach Puerto Angel 4

Weg nach Puerto Angel 5


Gegen 8.30 Uhr kommen wir in Puerto Angel an. Leider ist auf der Straße, die zum Hotel führt kein Durchkommen. Hier wird gerade gebaut. Über einige Umwege und mit Abholung durch Hotelpersonal und deren Pick-Up schaffen wir es aber, bis 22.00 Uhr unsere Zimmer zu beziehen. Dieses mal bin ich mit Gundula, Andrea Lafrenz und Julia auf einem Zimmer. Wir haben einen schönen Blick auf die Bucht, einen quitschenden Ventilator und Ameisen im Zimmer.

Bis um 24.00 Uhr schaffen wir es auch, alle zu Abend gegessen zu haben. Dort gibt es auch Unmengen an Mücken, und Geckos an den Wänden, um sie zu fressen.



Freier Tag am Pazifik zum nächsten Tag - 8.3.1997 Freizeit !!!



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Januar 2002
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