Aus
unserem Zimmer können wir den Zocalo sehen. Dort findet gerade
eine Zeremonie statt. Um 8.00 Uhr treffen wir uns zum Desayuno im
Hotel. Und gegen 9.00 Uhr sind wir im Bus.
Etwa
1 Stunde später treffen wir am Monte Alban ein.
Der
heutige Staat Oaxaca, der im südlichen Mexiko - zwischen den
Staaten Guerrero und Chiapas - gelegen ist, wurde in
präkolumbianischer Zeit insbesondere von 2 Stämmen baulich
geprägt. Mit Monte Albán und Mitla zeigen sich uns zwei
imposante präkolumbianische Siedlungsstätten der Zapotheken
und der Mixteken. Obwohl in der Literatur oftmals von einer
zapotekic´sch-mixtekischen Kultur gesprochen wird, zeigt sich
an den Beispielen Mitla und Monte Albán, daß diese
beiden Kulturen sinnvollerweise getrennt zu betrachten sind.
Die
Bergfeste Monte Albán liegt neun Kilometer außerhalb von
Oaxaca-Stadt und vierhundert Meter über dem Tal von Oaxaca und
diente den Zapoteken als Hauptstadt Da sich die langwierige
Siedlungs- und Baugeschichte Monte Albáns als sehr kompliziert
und vielschichtig erweist ist es sinnvoll, eine Phasengliederung
vorzunehmen. So unterscheidet zum Beispiel der mexikanische
Archäologe Alfonso Caso - unter dessen Leitung die ersten
systematischen Ausgrabungen auf dem Monte Albán (1932)
begannen - fünf Phasen.
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Monte Albán I (ca. 80Q-300 v. Ohr.) |
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erste Besiedlung des Oaxaca-Tales |
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Monte Albán II (300 v. Chr.-0) |
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Ansiedlung neuer Siedler |
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Monte Albán III (0-900 n.Chr.) |
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Hochphase der Stadt |
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Monte Alban IV (900-1250) |
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Anlage von Grabstätten |
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Monte Albán V (1250-1521) |
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Mixteken aus Puebla und Cholula wandern ein |
Ähnlich wie in Mitla, erfolgte demnach auch in Monte Albán
eine Übernahme durch die Mixteken, nachdem die Zapoteken im 12.
und 13. Jahrhundert an Macht verloren hatten. Auch in Monte Albán
erfolgte ein Ausbau durch die Mixteken. Sie errichteten Tempel über
den Gräbern und erweiterten den ganzen Komplex, so daß
nach den inzwischen stattgefundenen Ausgrabungen mehrere Schichten
von Bauten übereinander gefunden wurden. Auch in Monte Albán
zeigt sich ähnlich wie in Mitla das hohe künstlerische und
architektonische Niveau dieser beiden Kulturen. An dieser Stelle soll
lediglich auf einen der zahlreichen Funde verwiesen werden.
1932
entdeckte Alfonso Caso Grab Nummer 7. Auf unermeßliche Schätze
an Geld und Edelsteinen, Jade und Perlen, die als Grabbeigaben
gefunden wurden, und die im ,,Museo Regional de Oaxaca" in
Oaxaca-Stadt besichtigt werden können. sollen die Worte Senor
Casos einstimmen: Wir entfernten einen der Steine. die ein Tor
bilden, und durch eine enge Öffnung sahen wir im Licht einer
elektrischen Lampe einen menschlichen Schädel und daneben zwei
Gefäße, von denen eins aus außerordentilch
blankpoliertem schwarzem Lehm zu sein schien. Es war ein Gefäß
aus Kristall, das nur deshalb schwarz erschien, weil es voller
Schmutz war. Mein Assistent und ich drangen unter großen
Schwierigkeiten in das Grab ein, und im Licht unserer elektrischen
Laterne konnten wir die herrlichen Juwelen sehen, die es enthielt In
der Mitte der zweiten Kammer fanden wir ein weißes
durchsichtiges Gefäß aus einer Art Marmor oder tecali.
Auf der Schwelle zwischen den beiden Kammern mitten ein einem Haufen
von Knochen waren leuchtende Gegenstände aus Gold. Über die
Armknochen einer der Leichname waren zehn Armbänder gestreift
(...),,, (Helfritz 1960, S.21 9f.) Heute weiß man, das das Grab
Nummer 7 und dessen Inhalt vollständig mixtekischen Ursprungs
ist, doch war auch dieses über einem zapotekischen Grab erbaut.
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Am Eingang zu der Anlage befindet sich ein
Übersichtsplan. In der folgenden Tabelle sind dieser, sowie
ein gezeichneter Plan zusammengebracht worden. |
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Auf dem nebenstehende Bild ist der Grabhügel A, ungefähr
von Osten betrachtet, zu sehen. |
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Hier nun ist der Ballspielplatz. Blick in Richtung Süden. |
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Vom Ballspielplatz in Richtung Zentrum gehend erblickt man die Zentralen Gebäudekomplexe. Im Hintergrund links die Südplattform, rechts der Danzantesbau bzw. das nördlich davon gelegene Gebäude. |
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Von der Südplattform hat man einen Blick auf den Grabhügel J (Observatorium?) (rechts im Bild), und die westlich gelegenen Gebäude (der Danzantesbau - Gruppe der Tänzer - links und in Hintergrund die Pyramide, die keinen Namen hat (zumindest auf den Karten) |
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Hier nun sind die zentralen Gebäudekomplexe und im Vordergrund das Observatorium zu sehen. Standort auch hier wieder die Südplattform. Im Hintergrund liegt der Komplex der nördlichen Plattform, rechts kann man außerdem den Grabhügel A und den Ballspielplatz erahnen. |
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Ein Blick weiter nach Osten. Hier ist rechts der Palast zusehen, eingerahmt von den Grabhügeln O (vorne) und P (die Pyramide hinten). Hinter dem Grabhügel P liegt der Ballspielplatz und im Hintergrund wieder die Nordplattform und der Grabhügel A. |
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Blick nach Osten in Richtung Oaxaca von der Südplattform des Monte Albán... |
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... und vom gleichen Standpunkt aus Blick nach Westen. |
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Hier nun vom Boden aus betrachtet der Gebäudekomplex M im Südwesten des Monte Albán. Im Vordergrund strebt diesem Birgit Kausch zu, |
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Von der Gruppe der Tänzer (Danzantesbau) Blick auf Gebäudekomplex M und die Südplattform. Blickrichtung Südosten. |
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Und nochmal vom gleichen Gebäude auf das Observatorium geschaut. |
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Das Gebäude ohne Namen im Nordwesten des Monte Albán vom nördlichen Teil des zentralen Gebäudekomplexes betrachtet. |
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Versunkener Hof der Nordplattform der Monte Albán. Blick nach Osten. |
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Wegen der vielen Schmuckverkäufer am Ausgang der Anlage
kommen einige zu spät zum Bus und werden verpflichtet, später
ein Bier auszugeben. Gegen 12.30 fahren wir wieder ab.
Auf
dem Rückweg kommen wir an einem Barranco vorbei, der Zwecks
Wasserführung bei Regen ausgebaut wird.
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Um kurz vor 14.00 Uhr Photo aus dem Bus heraus: Candelabra-Kaktus. |
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Gegen
14.20 Uhr machen wir einen Geologie-Halt. Der Monte Alban steht auf
Kreidekalken. Hier sind es Gneise, die zum Oaxaca-Komplex gehören
und 1,2 Mrd. Jahre alt sind.
Um 15.15 Uhr machen wir eine Pinkelpause an einer Pemex, dann geht es weiter.
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Impressionen des Weges - Terra Rossa Böden auf Kalk gegen 16.00 Uhr (oben).
Bis wir in Puerto Angel am Pazifik ankommen, geht die Sonne so langsam unter. Die Gegend ist wirklich schön, aber ohne Licht wirkt sie etwas unheimlich auf uns. Wer weiß schon, wer hinter der nächsten Kurve lauert ....
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Gegen 8.30 Uhr kommen wir in Puerto Angel an. Leider ist auf
der Straße, die zum Hotel führt kein Durchkommen. Hier
wird gerade gebaut. Über einige Umwege und mit Abholung durch
Hotelpersonal und deren Pick-Up schaffen wir es aber, bis 22.00 Uhr
unsere Zimmer zu beziehen. Dieses mal bin ich mit Gundula, Andrea
Lafrenz und Julia auf einem Zimmer. Wir haben einen schönen
Blick auf die Bucht, einen quitschenden Ventilator und Ameisen im
Zimmer.
Bis um 24.00 Uhr schaffen wir es auch, alle zu Abend gegessen zu haben. Dort gibt es auch Unmengen an Mücken, und Geckos an den Wänden, um sie zu fressen.
zum nächsten Tag - 8.3.1997 Freizeit !!!
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Januar 2002
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